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Jahresrückblick 2020

Jahresrückblick 2020

Dass das Jahr 2020 kein normales Jahr sein würde, wurde uns allen wohl spätestens ab dem ersten Lockdown im März bewusst. Vieles musste anders ablaufen als sonst, sei es das Arbeiten von Zuhause aus, der Schulunterricht oder das gesellschaftliche Miteinander. Auch wir Pfadfinder waren und sind nach wie vor von den Umstellungen stark in unserem Alltag betroffen. Mittlerweile haben sich bei uns jedoch Strukturen gefestigt, die es uns ermöglichen, immer besser mit den Umständen, welche mit der Pandemie einhergehen, zurechtzukommen. Wir wurden immer kreativer, haben uns immer neue Möglichkeiten einfallen lassen, wie wir das Pfadfinden in Freising am Laufen halten können und haben uns über das Jahr hinweg sowohl als Einzelpersonen als auch als Gemeinschaft bedeutsam weiterentwickelt. Kurz gesagt: während manche Teile des sozialen Lebens (zwangsläufig) zum Stillstand gekommen sind, haben wir es als Herausforderung genommen. Dieser von uns durchlaufene Wandel zeichnet sich auch in gewissem Maße in den Aktivitäten, Events und Veranstaltungen ab, welche dieses Jahr stattgefunden haben. 
Um dies zu verdeutlichen, fangen wir doch einfach am Anfang des Jahres an und schauen, was denn nun genau geboten war. 

In gewohnter Manier starteten wir nach der staden Zeit und dem Jahreswechsel voller Elan in neue Unterfangen und Unternehmungen. Allen voraus unsere Vorstände, welche es sich auf dem alljährlichen Vorstandstraining (VT) des Diözesanverbands zu Aufgabe gemacht haben, sich selbst herauszufordern und ihre Fähigkeiten als Vorstand noch weiter zu entwickeln. 

Auch die Leiter unserer Pfadi-Stufe warteten nicht lange, bis sie sich wieder ins Geschehen warfen: Gemeinsam mit Pfadfindern aus München und Umgebung begaben sich einige unserer Leiter auf eine ereignisreiche Winterwoche, organisiert durch die Diözese. 

Wenig später organisierten unsere derzeitigen Materialwärte ein ganz besonderes Treffen: Sie luden ihre vorangegangenen Amtsinhaber zu einem Get-Together in den Materialkeller ein – mehr geballte Materialkompetenz als an diesem Abend, gab es bisher wohl selten im Keller. 

Jedoch wurde nicht nur Wert darauf gelegt, den Kontakt und die Zusammenarbeit mit unseren Ehemaligen zu pflegen, sondern es wurde auch der Blick auf die Zukunft gerichtet: Mit dem Einstiegsmodul wurde der Grundstein für die Ausbildung vieler künftiger Gruppenleiter gelegt. 

Zugegebenermaßen waren wir nicht ausschließlich fleißig, es gab schließlich auch Grund zum Feiern. Drei unserer Leiterrunden-Mitglieder legten im Februar ihr Leiterversprechen ab, was standesgemäß in gemütlichem Beisammensein zelebriert wurde. 

Und dann kam der Lockdown. Wie viele andere hofften auch wir darauf, dass diese Maßnahme ausreichen würde, dass wir bald wieder mit unserer Arbeit wie gewohnt fortfahren können. Dieses Wunschdenken stellte sich bald als nichtig heraus und uns wurde klar, dass längerfristigere Lösungen gefragt waren. 

Als ersten Schritt Richtung neuer Normalität wurde ein stammes-interner Coronastab ins Leben gerufen; ein kleiner Kreis bestehend aus Mitgliedern der Leiterrunde, den Vorständen und deren Referenten, welcher die Entwicklungen der Pandemie und der Hygiene-Regeln genau verfolgte, um Leitfäden und Handlungsanweisungen zu erarbeiten, wie man denn künftig mit Gruppenstunden und Leiterrunden verfahren könne. 

Kollektiv kamen wir zu dem Entschluss, dass Präsenzveranstaltungen nicht mehr möglich sind (ganz abgesehen vom rechtlichen Rahmen), dementsprechend wurden sowohl Gruppenstunden als auch Leiterrunden in den digitalen Raum verlegt. 

Auch das jährliche Pfingstlager konnte leider nicht stattfinden; der gewohnte Rahmen war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gegeben. Stattdessen wurde ein Ersatzprogramm auf die Beine gestellt, welches unseren Mitgliedern ein klein bisschen Lager-Feeling nach Hause brachte. Die Pfadi-Boxen boten für jede Altersstufe den passenden Mix aus kulinarischem Genuss, Bastelei und schließlich der nötigen Lagerfeuerstimmung bei unserem Lagerfeuer-Livestream. 

Im Juli war es uns dann erstmals seit März möglich, dass wir uns persönlich treffen konnten: zu einer besonderen Leiterrunde in Oberberghausen, mit Hygiene-Schulung und Abstand. 

Auch erste Gruppenstunden waren im Präsenz-Format wieder möglich, natürlich unter strengster Einhaltung der Hygienekonzepte. 

Dann war es Zeit für das Sommerlager, aber auch dieses konnte nicht stattfinden. Gleich dem Pfingstlager wurde nach Alternativen gesucht und auch gefunden: Es gab einige Actionreiche Tage mit einem Stufentag, einem Ausflug und einem Geländespiel. Und um einem der essenziellen Bestandteile eines Lagers gerecht zu werden, wurden Tutorials rund ums Thema Lagerfeuer gedreht, sowie ein Lagerfeuer-Livestream durchgeführt, welchen jeder ganz gemütlich von zu Hause aus mitverfolgen konnte. 

In der Herbstzeit fanden Gruppenstunden dann zweigleisig statt, sowohl digital, als auch real. Bis wir aufgrund steigender Corona-Fallzahlen im Dezember und einem erneuten Lockdown wieder komplett auf digitale Angebote umstellten. 

Wir waren dieses Jahr mit vielen Problemen konfrontiert, mit unbekannten Situationen und vor allem viel Ungewissheit. Es war nicht immer einfach und einfach ist es nach wie vor nicht. Jedoch haben wir jederzeit alles gegeben und glauben, dass wir den Umständen entsprechend auch das Bestmögliche erreicht haben. 

Auch wenn sich das Jahr langsam dem Ende neigt, sind wir mit dem Jahr noch nicht fertig. 

Eine für uns Pfadfinder sehr wichtige Aktion, das Friedenslicht, sollte auch dieses Jahr nicht ausfallen müssen. Zwar konnte es nicht wie gewohnt in der Frauenkirche in München mit anschließendem Weihnachtsmarktbesuch abgeholt werden; trotzdem gelangte das Licht aus Bethlehem am Ende noch nach Freising und konnte von den Menschen dort abgeholt werden. Und zu guter Letzt stellten wir sogar eine wunderschöne, digitale Christmette auf die Beine, die unsere Weihnachtsfeiertage bereicherte. 

Fürs neue Jahr können wir Euch und uns nur eines wünschen: Lasst Euch nicht unterkriegen und lasst uns das neue Jahr, egal was es bringt, mit genauso viel Engagement angehen, wie das vergangene!  

Passt auf euch auf, und hoffentlich sehen wir uns alle bald wieder 🙂 

 

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